Jüngster Debütant seit 1955: Mbappé begeistert Frankreich

Borussia Dortmund muss sich in Acht nehmen. Kylian Mbappé, Shootingstar von BVB-Champions-League-Gegner AS Monaco, trifft seit Wochen, wie er will. Nächster Meilenstein beim rasanten Aufstieg des 18-Jährigen: das erste Spiel für die französische Nationalelf – als jüngster Debütant seit 1955. Nicht nur Thierry Henry schwärmt.

Feierte sein Debüt in der französischen Nationalelf: Monacos Shootingstar Kylian Mbappé.

Neun Tore erzielte Mbappé in den vergangenen neun Ligaspielen. Auch in beiden Champions-League-Duellen mit Manchester City, das der Ligue-1-Spitzenreiter AS Monaco im Achtelfinale aus dem Wettbewerb warf, traf der Angreifer doppelt. Seine Form blieb natürlich auch Didier Deschamps nicht verborgen: Frankreichs Nationaltrainer berief den Youngster erstmals und wechselte ihn beim 3:1-Erfolg in Luxemburg in der WM-Qualifikation am Samstag in der 78. Minute für Dimitri Payet ein. Im Alter von 18 Jahren und 95 Tagen war der in Bondy im Nordosten von Paris geborene Mbappé der jüngste Debütant in der „Equipe Tricolore“ seit April 1955. Damals feierte Angreifer Maryan Wisnieski seinen Einstand mit 18 Jahren und 61 Tagen – bis heute die Bestmarke.

62 Jahre später sorgte Mbappé in Frankreich für Furore – und macht nicht nur die Ligue 1 verrückt. Real Madrid, das laut Trainer Zinedine Zidane schon 2013 am Supertalent dran war, das sich dann aber für Monaco entschied, der FC Barcelona oder Manchester United: Es sind die ganz großen Klubs, mit denen der Senkrechtstarter (Vertrag bis 2019, 19 Tore und elf Assists in 32 Pflichtspielen für Monaco in der laufenden Saison) schon in Verbindung gebracht wird. Eine Ablösesumme im dreistelligen Millionenbereich geistert bereits umher.

Nicht zuletzt, weil er für Monaco auf Torejagd geht, wird der pfeilschnelle Mbappé schon mit einem großen französischen Torjäger verglichen, der ebenfalls im Fürstentum die ersten Profischritte unternahm: Thierry Henry. Der war 21 Jahre lang Monacos jüngster Ligatorschütze der Vereinsgeschichte – bis Mbappé kam und im Februar 2016 im Alter von 17 Jahren und zwei Monaten traf. Henry lobte den 18-Jährigen im französischen Fernsehen zuletzt in den höchsten Tönen: „Er ist schnell, er ist kräftig, er springt hoch. Aber als ich ihn dribbeln sah – er denkt nach, er benutzt sein Gehirn. Für mich ist das ein Zeichen dafür, dass jemand ganz weit kommen kann.“

Wird schon mit dem großen Thierry Henry verglichen: Kylian Mbappé.

Auch bei der Nationalmannschaft zeigte man sich angetan vom Neuling: „Überall sprechen sie über ihn, auch in England. Seine Auftritte haben für viel Wirbel gesorgt“, meinte der bei Tottenham beschäftigte Kapitän Hugo Lloris: „Im Vergleich dazu finde ich ihn sehr abgeklärt und gelassen. Er zeigt große Reife für sein Alter. Wenn er weiter an sich arbeitet und sich für das Team einbringt, hat er alle Chancen, eine großartige Karriere hinzulegen.“

Davon gehen auch seine Klub-Mitspieler aus. „Wir wissen, dass er früher oder später bei einem Verein wie Real Madrid, Barcelona oder einem ähnlichen Kaliber spielen wird“, meinte Mittelfeldspieler Fabinho unlängst: „Aber bis dahin werden wir ihn noch in Monaco genießen.“

Seinen nächsten Einsatz im Nationaltrikot könnte Mbappé am Dienstagabend (21 Uhr) bestreiten. Dann steht im Stade de France der Länderspielklassiker gegen Spanien an.

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